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Das Platschen, der Platsch und die Platsche
Eine wissenschaftliche Abhandlung über ein Phänomen in der Wasserspringerei von Prof. Dr. Yogi Lupus, Dozent für das Fachgebiet " Verdrängen und Speichern von besonderen Flüssigkeiten"
Das Platschen und die Wasserspringerei sind auf Gedeih und Verderb und auf Ewigkeit miteinander verbunden. Ohne Sprung kein Platscher. Das weiß jeder Wasserspringer, jede Wasserspringerin. Im klassischen Wasserspringen ist das Platschen negativ belegt. Je mehr es platscht, desto schlechter die Benotung. Im Freestyle hat das Platschen einen wesentlichen höheren Stellenwert. Hier wird ein heftiges Platschen regelrecht vorausgesetzt, um hoch bewertet zu werden.
Die physikalische Sicht
Die Wissenschaft beschreibt das Platschen als eine physikalische Eigenschaft. Eine Reaktion, wenn ein fester Stoff auf einen flüssigen Stoff aufschlägt. Je größer die Angriffsfläche und die Masse des festen Körpers, desto mehr platscht es.
Platscher entstehen zumeist beim Aufschlag ins Wasser, der uns bekannteste flüssige Stoff. Bei niedrigen Temperaturen hat Wasser die Eigenschaft sich in einen festen Stoff zu verwandeln. Es gefriert, wird zu Eis. Springt man in ein zugefrorenes Sprungbecken, dann macht es nicht mehr "platsch" – sondern "patsch". Eine hochinteressante Veränderung, die aber vom Thema ablenkt. Wer springt schon in ein zugefrorenes Sprungbecken?.
Das Platschen wirft viele Fragen auf.
Wenn es platscht, dann nimmt man es akustisch wahr. Die Psychoakustik belegt ganz klar, dass das Platschen eine Wirkung auf das menschliche Gehör auslöst. Ein auditives Merkmal. Auch visuell kann es der Betrachter erfassen. Das Platschen ist ein Ereignis mit einer zeitlichen Ausdehnung. Es ist dynamisch! Ein schneller Springer, der noch schneller auftaucht, könnte es noch sehen! Geschieht sehr selten, es ist aber möglich. Die Wasserspringerin, der Wasserspringer bemerkt es zudem noch körperlich. Der Verfasser, dieser wissenschaftlichen Abhandlung, kann beschwören, dass dem so ist.
Ist es nicht merkwürdig, dass man diese Eigenschaft hören, sehen und fühlen kann? Kann man das rein wissenschaftlich erklären? Nein, das erscheint nicht ausreichend. Es steckt mehr dahinter!
Die mythologische und religiöse Sicht
Das Platschen hat ganz gewiss eine Seele; es steht eine beseelte Erscheinung dahinter. Diese Erscheinung hat auch viele Namen! Von den christlichen Kirchen ins Abseits gedrängt, wird dieses Phänomen heute von den meisten Menschen nicht mehr registriert.
Aber es gibt sie noch, die Wassergeister. Ein Wassergeist ist ein mythologisches Wesen, dessen Existenz in manchen Religionen oder Mythologien eine Rolle spielt. In einer Wasserspringerin oder einem Wasserspringer verbirgt sich immer ein gläubiger Mensch. Wenn sie sich auf den Sprung konzentriert, dann weiß sie genau, was sie auf dem Weg nach unten vorhat. Sie weiß aber nie, ob es dann tatsächlich gelingt. Darum hofft sie oder er, dass es gelingt.
In einer der vielen Recherchen zu dieser Studie wurden 1734 Wasserspringerinnen und Wasserspringer aus der ganzen Welt befragt, welcher Gedanke ihnen vor dem Sprung durch den Kopf geht. 87% denken: „Das wird schon gut gehen!“ Sie glauben also an eine Macht, die ihnen auf dem Weg nach unten zur Seite steht und sie beschützt! Jede/r glaubt an eine andere Macht, je nach kultureller Herkunft. Manche bekreuzigen sich vorher, andere sinken in die Knie und bitten den Propheten um Hilfe. Der Atheist zeigt keine Regung und glaubt an sich selbst. Das mag ansonsten jedem selbst überlassen bleiben, aber in dieser prekären Situation, wo es um Erfolge geht, in extremen Fällen sogar ums Überleben, ist es der falsche Ansatz, wie diese Studie noch aufzeigen wird.
Die Chinesen sind traditionell mit ihren alten Religionen verwurzelt. Ihnen ist die Existenz der Wassergeister bewusst. Sie beten vor dem Sprung ihre alten Wassergeister an und erbitten ihren Beistand. Das erklärt, warum die Chinesen vor allem im Kunst- und Turmspringen das weltstärkste Team stellen. Sie verschaffen sich einen Wettbewerbsvorteil, weil sie im richtigen Moment an die richtigen Geister glauben.
Deshalb ist es an der Zeit, in unserer westlichen, modernen Welt, den Glauben an die Existenz solcher Geister nicht länger abzulehnen. Wenn man diese Geister nicht kennt, können sie sehr gefährlich werden. Wenn man aber die Wassergeister versteht und sie akzeptiert, dann werden sie gnädig zu den Wasserspringern sein und sie zum Erfolg begleiten.
Die Namen der Wassergeister
Wassergeister halten sich in der Regel in Gewässern oder in der Nähe von Gewässern auf und gehören zu den so genannten Elementargeistern. Im Volksmund heißen sie Naturgeister. Untergliedert sind die Wassergeister in "Nixen", "Wasserelfen" und "Wasserzwerge".
Das Platschen ist ein Erkennungsmerkmal der Nixen. Deshalb konzentrieren wir uns auf diese Gattung.
In Deutschland sind die bekanntesten Namen für Nixen, Seejungfer, Muhme, Wassermuhme, Meerweib, Meermaid, Lixe (Schlesien), Platsche (keltisch) u.a. Die Slawen kennen Wodjanoi und Rusálka, weitere sind Nadiane (griechisch) und Udine (lateinisch).
Viele halten den Wassermann für den Gefährten der Nixe. Das ist ein Irrglaube, denn den Gefährten einer Nixe nennt man den Nix. Er unterscheidet sich wesentlich im Aussehen und Verhalten vom Wassermann. Die bekanntesten Namen für einen Nix sind Nicker, Nickel, Nickert, Dab (germanisch), Platsch (keltisch) u.a. Pladre (dänisch), Strömkarl (Schweden), Fossegrim (Norwegen), Nikkisen (Isle of Man), Kelpie (Schottland).
Ausgrabungen und mündliche Überlieferungen belegen, dass die Wasserspringer im Frühmittelalter noch mit den Wassergeistern kooperierten und bevorzugt die keltischen Namen verwendeten, was auch heute noch sinnvoll erscheint.
Männlich – der Platsch (Einzahl) – die Platscher (Mehrzahl) Weiblich – die Platsche (Einzahl) – die Platschen (Mehrzahl)
Verfolgt durch die christliche Kirche (Inquisition) fanden damals die meisten Wasserspringerinnen und Wasserspringer ihr Ende auf dem Scheiterhaufen. So wurde aus dem damals sehr beliebten Wasserspringen eine Randgruppensportart und ist es bis heute geblieben. In der schwarzen Kunst diente es als Ritual für Fruchtbarkeit und Geheimbünde retteten das Wasserspringen in die heutige Zeit. Noch heute wird diese Sportart verfolgt. Wenn auch nicht mehr aus religiösen, sondern eher aus kommerziellen Gründen. Aber das ist ein anderes Thema.
Der Platsch und sein Wesen
Der Platsch ist ein am Baden sich ergötzender Wassergeist, der von den Menschen nicht gestört werden will. Stört man seine Ruhe, wird er missmutig und gemein. Er ist langsam und liegt bevorzugt im Hinterhalt. Er vergisst nichts und niemanden! Das wurde vor vielen Jahren einem jungen Bauer aus Troschenreuth zum Verhängnis. Er sah in einem See einen Platsch, der sich auf der Wasseroberfläche treiben ließ, um sich zu sonnen. Frecherweise bewarf er diesen mit alten Kartoffeln. Ein Jahr später ertrank dieser Bauer in dem See. Dabei zieht der Platsch seine Opfer mit einem Haken unter Wasser. Vor allem Kinder. So warf man in vielen Gegenden abends einen schwarzen Hahn ins Wasser, um den Platsch zu besänftigen, dass er von den Kindern ablässt. Der Platsch lebt vorzugsweise in großen natürlichen Gewässern, in Flüssen, in Seen oder im Meer. In Schwimmbäder kommt er nur zur Paarungszeit, und dann nur im Januar oder Februar und nur zur Mitternacht. Das erklärt auch, warum in natürlichen Gewässern viel mehr Menschen ertrinken als in den Schwimmbädern.
Die Platsche und ihr Wesen
Die Platsche ist die Wäscherin. Das Plätschern des fließenden Wassers rief die Vorstellung des Waschens hervor. Die Platsche gleicht ganz dem Menschen und ist von unvergleichlicher Schönheit. Im Unterschied zum Menschen ist die Platsche und der Platsch unsterblich. Doch die Platsche, ganz im Gegensatz zum Platsch, sucht die Nähe zum Menschen, um sich mit ihm zu ergänzen. Die Platsche ist bekannt für ihren ausgeprägten Liebeshunger. Während der Platsch sich nur im Januar und Februar paart, ist die Platsche das ganze Jahr empfangsbereit. Es kommt hinzu, dass es sehr viel mehr Platschen gibt als Platscher. Darum bedienen sie sich der Menschen. Besonders Jünglinge müssen sich in acht nehmen, da die Platschen im sexuellen Überschwang diese solange umklammern, bis sie ertrunken sind. Obwohl die Platschen sonst dem Menschen gegenüber ein friedfertiges Verhalten zeigen, sind in der Literatur einige aggressive Übergriffe festgehalten, die man getrost als sexuell übermotiviert bezeichnen darf.
Die Kinder der Platschen
Die Kinder, die aus der Beziehung einer Platsche und einem Menschen hervorgehen, sind von Menschenkinder kaum zu unterscheiden. Sie sehen genauso aus und sind sterblich. Der Platsch erkennt diese Mischlinge sofort und wenn er ihrer habhaft wird, tötet er sie. Deshalb setzen die Platschen die Kinder bei den Menschen aus. Man findet sie vor Waisenhäusern, in U-Bahn Stationen und einige auf Damentoiletten. Man nennt sie Findelkinder. Menschen tun das leider auch und so ist es auch für Experten unmöglich festzustellen, ob es sich um ein Platschenkind oder einem Menschenkind handelt. Man vermutet aber, dass der größte Anteil der Findelkinder von den Platschen stammt.
Als sicher gilt, dass all diese Mischlinge Nichtschwimmer sind, die bei der zwangsläufigen Unterwassergeburt im tiefen Wasser einen Schock erleiden, der sie später in Panik versetzt, sobald sie den Boden unter den Füßen verlieren. Trotzdem wagen sich viele von ihnen ins flache Meer, nichts ahnend von ihrer Herkunft und begeben sich in tödliche Gefahr. Der Platsch lauert ihnen auf, zerrt sie ins tiefe Wasser und sie ertrinken jämmerlich.
Einige der Mischlinge waren bei ihrer Geburt so einem gewaltigen Trauma ausgesetzt, dass sie jedes Wasser meiden. Sie sind zeitlebens wasserscheu, waschen sich nicht und benötigen viele Therapien, um eine Wasserspülung zu betätigen. Für die Mitmenschen unangenehm, riechen sie sehr streng, sind schmutzig und gelten in der modernen Zivilisation als nicht stubenrein. Sie werden von der Gesellschaft diskriminiert.
Auch aus diesem Grunde ist es dringend notwendig, die heutige Gesellschaft über die Ursachen dieser bedauernswerten Schicksale aufzuklären. Ihr für uns ungewöhnliches Verhalten ist ihre einzigste Chance zu überleben.
Die sexuellen Praktiken der Platsche und die menschliche Reaktion
Wie sich Platsche und Platsch paaren, ist dem Menschen gänzlich unbekannt. Für den Menschen ist es nicht offensichtlich, dass sich eine Platsche mit ihm paart. Einen Orgasmus, im üblichen Sinne, verspürt er dabei nicht. Aber Indizien, die auf einen Geschlechtsverkehr hinweisen, findet man beim Menschen immer wieder. Offensichtlich vergnügt sich die Platsche auch mit ahnungslosen Frauen. Jungfrauen schätzt sie besonders. Aus diesen Beziehungen gehen natürlich keine Kinder hervor. So beruhen die Kenntnisse über die sexuellen Praktiken der Platsche nur auf Vermutungen und Indizien.
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